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Rotz in der Kehle, Rhythmus im
Knie und das Drei-Worte-Erfolgsrezept: Rock and Roll! Diese Band
muss das Rad nicht neu erfinden, um es gehörig in Schwung zu
bringen. The Rambling Wheels wirbeln im Tagesprogramm von DRS 3,
auf Couleur3 rotieren sie seit Monaten. Das Debüt „Furry Tales“
kletterte in die Top 50 der Longplay-Charts und der Sommer on the
road führte über alle – verdammt, wirklich alle! –
relevanten Bühnen des Landes. Ja, und jetzt?
Trendfrisur und Imageberater
leisten sich die Westschweizer immer noch nicht. Wozu auch, so
lange die Mädchen tanzen, der Schnauz sauber getrimmt ist und die
Rockstar-Posen sitzen wie ein massgeschneiderter Jumpsuit.
Investiert haben die Rambling Wheels für das zweite Album „The
300'000 Cats Of Bubastis“ dafür in musikalische Verstärkung:
Mr. I an den Keyboards. Zwischen den Stromgitarren fiept das
E-Piano, Synthies pumpen neben groovigen Basslinien, es wabbert
und blubbert, während das Neo-Quartett scheinbar nebenbei
federleichten Dancefloor-Pop aus dem sauber gebügelten
Hemdsärmel schüttelt.
„Bleu Café“ klingt, als
hätte jemand die bösen Zwillinge von Franz Ferdinand in eine
Kaugummi-Fabrik einsperrt – süss, dreckig, tanzbar. „Girl
With A Tattoo“ könnte punkto Wucht und durchgedrehtem Charme
aus der Feder von Arctic-Monkeys-Chef Alex Turners stammen. Und
nicht nur die Single „We Are All Here“ schielt mit relaxter
Strandgitarre zum psychedelisch angehauchten Beatpop von The Jam.
Dauern tun die Songs selten
länger als dreieinhalb Minuten. In Gelenken und Gehörgängen
bleiben sie allerdings über Stunden und Tage hängen – dank
einigen der bissigsten Killer-Refrains unter den Discokugeln
zwischen Röstigraben und Ärmelkanal.
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